Ehrle-Geschwister und Gröber führen deutsches Team bei Berg- und Trailrunning-EM an

  03.06.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Mit Julia und Lukas Ehrle, Hanna Gröber, Dominik Notz sowie weiteren Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg stellt das Land zahlreiche Hoffnungsträger:innen für die vom 5. bis 7. Juni 2026 stattfindenden Berg- und Trailrunning-Europameisterschaften in Kamnik (Slowenien). Besonders die Ehrle-Geschwister wollen im Kampf um die Medaillen eine wichtige Rolle spielen.

Während Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) als amtierende U20-Welt- und Europameisterin erneut zu den Favoritinnen zählt, möchte ihr Bruder Lukas Ehrle (LG Brandenkopf) nach überstandener Verletzung an frühere internationale Erfolge anknüpfen.

Für Julia Ehrle beginnt die Titelmission bereits am Freitag im „Uphill“-Rennen der U20 über 3,8 Kilometer mit 425 Höhenmetern. Nach ihrem Sieg im Vorjahr reist die Schwarzwälderin erneut als eine der Topfavoritinnen an. Zusätzlich wird sie am Sonntag im „Up & Down“-Wettbewerb der U20 an den Start gehen. Die Nominierung kompletter deutscher U20-Teams unterstreicht die positive Entwicklung des Berg- und Traillaufs in Deutschland.

Gröber rückt in den Fokus

Auch bei den Frauen ruhen die deutschen Hoffnungen auf einer Athletin aus Baden-Württemberg. Hanna Gröber (LAV Stadtwerke Tübingen) hat sich mit starken Leistungen zu Saisonbeginn in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall der Titelverteidigerin Nina Engelhard rückt die Tübingerin noch stärker in den Fokus. Sowohl im anspruchsvollen Uphill-Rennen am Freitag als auch im „Up & Down“-Wettbewerb am Sonntag darf ihr auf ihrer Spezialdisziplin einiges zugetraut werden.

Bei den Männern richtet sich der Blick insbesondere auf Lukas Ehrle. Der 21-Jährige kehrt nach einer Verletzungspause im Winter auf die internationale Bühne zurück. Bei den Europameisterschaften vor zwei Jahren gewann er Bronze im Uphill sowie Silber im „Up & Down“ und bewies damit sein großes Potenzial. Gelingt ihm die Rückkehr zur Bestform, ist erneut eine Platzierung in der Spitzengruppe möglich.

Marquard und Alexandre gehen in der 52 km Distanz an den Start

Ebenfalls auf beiden Strecken vertreten sind mit Dominik Notz (LAV Stadtwerke Tübingen) und Julius Ott (TSG 1862 Weinheim) zwei weitere starke Läufer aus Baden-Württemberg. Vor allem Ott überzeugte zuletzt mit starken Leistungen im „Up & Down“ und könnte im Kampf um die vorderen Plätze eine wichtige Rolle spielen.

Auch im Trailrennen über 52 Kilometer sind Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg vertreten. Bei den Frauen wird Hannah Marquard (Markgräfler Runners Club) ihre ersten Erfahrungen auf internationaler Meisterschaftsebene sammeln. Bei den Männern rückt nach der kurzfristigen Absage von Johannes Löw insbesondere Pierre-Emmanuel Alexandre (TV 1883 Schriesheim) in den Fokus. Gemeinsam mit Manuel Hartweg wird er die deutschen Farben vertreten und sich der starken internationalen Konkurrenz stellen.

Svenja Sapper (leichtathletik.de) / blv